Konkurrenzanalyse

Backlinks analysieren Teil 2 + Praxis

Herkunft und Entwicklung von Backlinks sind entscheidende Faktoren wenn man Backlinks analysieren will. Beide Faktoren nehmen sich in ihrer Bedeutung übrigens nicht viel. Läuft ein Faktor aus dem Ruder, kann ihn der andere kaum halten. Soll heißen: Ist die Entwicklung der Backlinks negativ (unabhängig von der Richtung), spielt es keine wirkliche Rolle mehr, aus welchem Land die Links kommen. Das Land aus dem die Backlinks kommen ist pauschal aber auch nicht als gut oder schlecht zu erkennen. In der Regel ist es die IP-Adresse, über die man die Herkunft ermittelt. Deutsche Websites können also durchaus eine US-Herkunft aufweisen.

Herkunft der Backlinks auf der Karte

Wichtig ist vielmehr die Balance. Hält man die Herkunft der Backlinks in einem gesunden Gleichgewicht – stimmig zur Sprache des Contents – so meckert auch kein Google, wenn die Herkunft der Backlinks nur zu 70 Prozent aus dem gleichsprachigen Raum entspringt. Mit der SISTRIX Toolbox ist auf einem Blick zu sehen, wie es um das Gleichgewicht der Backlinks einer bestimmten Website steht.

Backlink-Herkunft Tabelle

Die genauen Linkquellen lassen mit nur einem Klick ebenfalls sehr schnell erkennen.

Entwicklung von Backlinks in der Praxis

Entscheidend für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung die langfristig Bestand hat, ist ein konstanter, natürlich wirkender Aufbau von Backlink. Ich meine dabei nicht die Verteilung von 10 Backlinks auf eine Woche, sondern eher das Erreichen eines konstanten Niveaus. Habe ich jeden Monat die Möglichkeit 300 neue Backlinks aufzubauen, setze ich nicht an den ersten drei Montagen jeweils 100 Backlinks, sondern rechne mir die Verteilung so aus, dass täglich 10 Backlinks generiert werden oder wenigstens 20 Links alle zwei Tage. Eine leichte Verschiebung kann durchaus entstehen, da Google & Co. auch nicht im Livemodus aktualisieren. Natürlich ist es deshalb, weil es keinen Sinn ergeben würde, warum eine Seite immer nur an einem bestimmten Tag eine Masse an Links generiert.

Entwicklung der IP- Domain Popularität

Linkbuilding sieht in einem natürlichen Fall also so aus, wie auf dem Bild oberhalb dieses Satzes. Natürlich kann Linkbuilding aber auch sein, wenn es so aussieht wie auf der nächsten Grafik.

Entwicklung der Link und IP-Pop

Es ist deshalb noch immer eine natürliche Entwicklung, weil der Aufbau sehr konstant erfolgt.

Negatives Linkbuilding

Konstant Links zu generieren bedarf vorher vielen Überlegungen. Es ist unbedingt wichtig einen gewissen Rhythmus nicht zu verlieren. Je mehr Links man in kurzer Zeit generiert, desto schwieriger ist es, diesen Vorgang straffrei zu beenden. Folgender Linkaufbau sieht auf den ersten Blick von der Kurve recht angenehm aus. Hier – im folgenden Bild – werden beim ersten Anstieg innerhalb von 6 Wochen satte 1.400 Backlinks Links von unterschiedlichen IP-Adressen und Domains aufgebaut. Das klingt noch recht vertretbar, doch oft bringt die IP- und Domain-Popularität auch eine Linkpopularität mit. Links die auf jeder Unterseite eingebunden sind, sorgen für einen extremen Anstieg.

Nicht konstante Entwicklung

Zur Demonstration, hier die dazugehörige Kurve für die Anzahl der eigentlichen Backlinks, die im Linkbuilding entstanden sind.

Massive Backlink-Generierung

Von 58.000 Links innerhalb von 3 Monaten auf über 148.000 Links aufgestockt. Doch danach folgten keine weiteren neuen Links, auch die IP- und Domainpopularität konnte nicht mehr erhöht werden. Es gab in der Zeit keinen Hype um das Projekt, denn in den Archiven von Google News war nichts zu finden, der Anstieg deutet also nicht auf natürliches Linkbuilding hin.

Die Folgen sind bei solchen Methoden kaum kalkulierbar. Die Sichtbarkeit der Website zeigt aber deutlich, dass Google mit dieser Art von Linkbuilding nicht langfristig einverstanden ist.

Schwankende Sichtbarkeit

Die Spitzenwerte zeigen den weiteren Verlauf der Website und es würde mich schwer wundern, wenn bei gleichbleibenden, nicht mehr aktiv durchgeführten Linkbuilding, der Verlauf meiner Linie gedreht werden müsste. (Teil 2: Negatives Linkbuilding)

Ende der Praxis

Die Erkenntnisse die man aus der Analyse von Backlinks mitnimmt, muss man unbedingt in den eigenen Strategien berücksichtigen. Was dem Konkurrenten im positiven oder negativen Sinne zustößt, geht an kopierten Strategien meist nicht unbemerkt vorbei. Es ist also nicht immer von Vorteil, die eigenen Backlinks gleich massiv aufzustocken, nur weil der Konkurrent gerade Vollgas gibt. Denn wer weiß schon, ob der Konkurrent das Tempo hält, oder auf halber Strecke versagt? Man selbst sollte immer bei eigenen Strategien bleiben, die Backlinks bzw. das Linkbuilding der Konkurrenten aber einmal pro Monat genauer anschauen.

Danke :-)

Verwendetes Tool

  1. SISTRIX Toolbox (Backlink + SEO-Modul)

Zu diesem Thema passende Artikel

3 Antworten zum Thema “Backlinks analysieren Teil 2 + Praxis”

  1. [...] Artikel: Backlinks analysieren Teil 2 / Teil 1 [...]

  2. [...] gut 20 Tagen, also am 30. März 2010 schrieb ich den zweiten Teil zum Thema „Backlinks analysieren“ und habe dort ab der zweiten Hälfte das negative Linkbuilding angesprochen. Die Website die ich [...]

Verfasse einen Kommentar