Konkurrenzanalyse

Reichweite auf Twitter messen

Twitter hat heute bereits eine sehr große Bedeutung im Marketing. Das Wachstum von Twitter in Deutschland ist enorm und ein Ende ist bis heute nicht in Sicht. Die Reichweiten die Unternehmen im Social-Media-Markeitng erzielen, sind für den dafür aufgebrachten Einsatz unglaublich hoch. Man möchte meinen, es ist derzeit der reichweitenstärkste Kanal im Online-Marketing. Ist es aber nicht, auch wenn die „Momentaufnahme“ einer aktuellen Kampagne gern diesen Eindruck vermittelt, so ist Suchmaschinenoptimierung, Affiliate-Marketing und natürlich Suchmaschinen-Marketing weiterhin wesentlich effektiver, da es über deutlich größere Zeiträume läuft.

Streuverluste

Twitter verursacht enorm hohe Streuverluste. Viele User lesen zwar die Botschaften in den Tweets der Unternehmen, machen davon auch gern einen Retweet (Weiterleiten), können aber mit der Botschaft selbst nichts anfangen. Spätestens in der zweiten Ebene der Follower – also ab den ersten Lesern der Retweets – verliert sich die Effektivität der eigentlichen Inhalte, da hier bereits zu große Interessenunterschiede vorliegen.

Reichweiten von Konkurrenten

Konkurrenten sollte man immer, überall und bei jeder Tätigkeit im Web genau beobachten. Auf Twitter schaut man oft nur bei den Konkurrenten auf die Tweets und die Anzahl der Follower. Neuerdings beurteilt man die Bedeutung von Accounts auch gern anhand der aufgeführten Listen. Was natürlich nur bedingt Sinn macht, da Follower und Listen sehr einfach zu manipulieren sind. Wirklich ganz genau messen kann man den Erfolg und die Reichweiten von Konkurrenten auf Twitter nicht. Man kann aber dank den Short-URL-Diensten wie Bit.ly sehr gut analysieren, wie groß die Reichweiten der Tweets ungefähr sind. Da dieser Dienst auch von Twitter als Standard verwendet wird, möchte ich jetzt nicht auf weitere Dienste für Short-URLs eingehen. Sicher sind da noch andere alternative Dienste vorhanden. Wobei die Statistiken bei Bit.ly mit am besten sind, weil der Dienst eben sehr eng mit Twitter kooperiert.

Bit.ly

Jeder kann sehen, wie gut ein Tweet wirklich ist bzw. wie stark der Link in einem Tweet vom Publikum angenommen wird. Das ist der sehr große Vorteil von Bit.ly. Steht in einem Tweet ein Bit.ly Link, nimmt man sich diesen und setzt direkt an die URL noch ein Pluzeichen (+) ran. Dadurch gelangt man nicht auf das Ziel, sondern in die Infos / Details vom Link. Was man dann sieht, zeigt der folgende Screenshot.

Details zu einem Link

Schon auf dem oberen Screenshot zeichnet sich ab, ob ein Twitter-Account eine angenehme Reichweite hat und ordentliche Multiplikatoren (Retweets der Follower) vorhanden sind oder nicht. Weiter unten bekommt man dann eine Übersicht über den zeitlichen Verlauf der Klicks. Die meisten Klicks finden entweder am aktuellen Tag oder am Folgetag statt. Selten das ein Link am dritten Tag die meisten Klicks erhält.

Wann wurde der Link geklickt?

Interessant wird es bei den Quellen für die Klicks – also bei den Referrers. Nicht unbedingt stammen die meisten Klicks direkt von Twitter. Viele haben auch neben Twitter noch einen sehr erfolgreichen Facebook-Account mit vielen Fans und Freunden, die ebenfalls die Links anklicken. Nicht in die Referrers zu schauen kann unter Umständen bedeuten, etwas zu verpassen. In die Herkunft sollte man auch schauen. Dann erkennt man wenigstens aus welchen Ländern die Klicks stammen.

Von wo wurde geklickt?

Wer verbreitet die Links der Konkurrenten?

Alle Klicks stammen wie bereits erwähnt nicht von den direkten Followern der Konkurrenten. Oft werden Links auch durch die Retweets erneut verbreitet und Klicks entstehen in zweiter, aber auch dritter Ebene. Man sollte daher ruhig mal schauen, welche Leute das sind, die dafür sorgen das die Konkurrenz gute Klicks und Besucher erhält.

Wer verbreitet die Twitter-Links?

Schadet nicht, wenn man mal schaut was die Accounts der Follower sonst so schreiben. Vielleicht kann man mit dem einen oder anderen eine Kommunikation starten, damit diese auch dem eigenen Account folgen und somit nicht mehr nur die Tweets der Konkurrenz verbreiten, sondern auch Tweets von einem selbst.

Eigene Statistiken nicht vergessen

Wer Bit.ly selbst nutzt und dort auch einen festen Account hat, darf nicht vergessen in den eigenen Statistiken zu analysieren. Dort gibt es nämlich auch viele wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, die man auf verschiedene Weisen anwenden kann. Gut erkennen kann man auch Veränderungen am Klickverhalten der Follower. Denn ja, man kann es sich mit den Followern verscherzen und die Klickraten sinken dramatisch. Schön wenn man frühzeitig erkennt und gegensteuern kann.

Eigene Statistiken auf bit.ly

Es lassen sich also viele Informationen über die Accounts der Konkurrenten auf Twitter herausfinden. Hier ging es nur um die Reichweite der Tweets / Botschaften. Ich werde demnächst sicher auch noch etwas über das Nutzungsverhalten der Accounts schreiben. Denn darum ging es hier überhaupt nicht. Die Aktivität von Accounts kann durch diverse Tools nämlich ebenfalls sehr gut analysiert werden.

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3 Antworten zum Thema “Reichweite auf Twitter messen”

  1. Dominik sagt:

    Schöner Artikel. Ps. Im Titel und der URL steht “Rechenweite” ;)

  2. eisy sagt:

    Vielen Dank :-) … für das Lob und den Hinweis. ;)

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